Stresscoaching und
Burnoutprävention

Führungscoaching

Laufbahncoaching und
Standortbestimmung

KMU-Coaching

Selbstvertrauen und
Selbstbewusstsein stärken

Stresscoaching und Burnoutprävention

Stress erleben wir alle mehr oder weniger, Burnout ist in vielen Betrieben eine Realität und liefert Schlagzeilen in den Medien. Wir alle kennen auch Personen, die ein Burnout durchgemacht haben. Oft fragen wir uns: Wie erkenne ich bei mir, ob ich gefährdet bin? Bin ich „normal“ gestresst oder bin ich schon burnoutgefährdet? Was sind Alarmzeichen für ein Burnout? Oft fühlen wir uns durch unsere Angst vor Veränderungen gebremst. Sie hält uns vielfach davon ab, genau hinzuschauen: Wenn ich tatsächlich gefährdet wäre, müsste (s)ich nämlich etwas ändern. Da ziehen wir es allzuschnell vor, auf dem vermeintlich sicheren Terrain des bekannten Leidens zu verbleiben als einen Schritt zu tun. Mancher ertrinkt lieber, als dass er um Hilfe ruft. (Wilhelm Busch)

Stress ist ein Modebegriff
In der Alltagssprache reden viele bereits von Stress, wenn sie eigentlich positive Herausforderungen meinen im Sinne von „Bei mir läuft viel“ oder "Ich stehe vor wichtigen Schritten ".  Andere verwenden den Begriff inflationär für jede kleinste Herausforderung, z.B. wenn sie sich beeilen: „Ich muss auf den Zug stressen“. Stress ist aber im Grunde eine ganz normale Reaktion, mit der unser Körper auf Veränderungen, Herausforderungen und Gefahren in der Umwelt reagiert. Stress in diesem Sinne ist deshalb überlebensnotwendig, denn er bewirkt, dass wir die notwendigen körpereignen Kräfte mobilisieren, um diesen Herausforderungen und Gefahren wirksam begegnen zu können. Problematisch wird Stress erst dann, wenn er über längere Zeit andauert und nicht regelmässig wieder abgebaut wird.  Auf die Dauer beeinträchtigt er die Regenerations- und Leistungsfähigkeit der Betroffenen und kann zu gravierenden gesundheitlichen Problemen führen.

Burnout ist keine Krankheit
Burnout ist nicht eine Krankheit, sondern eine Antwort darauf, wie jemand mit den Schwierigkeiten umgeht, die seine Art, das Leben zu bewältigen, mit sich bringt. Burnout ist eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlastung und wird meist durch Stress ausgelöst, der nicht wieder regelmässig abgebaut werden kann. Der Weg von den normalen Herausforderungen des Lebens, über zeitweisen Stress, den wir alle ab und zu erleben, bis zum Burnout erfolgt stufenweise vom Stress über die Verleugnung zum Selbstverlust und schlussendlich zum akuten Burnout. In der Literatur über Stress und Burnout werden diese Stufen noch differenzierter unterteilt (zu den Phasen des Burnouts vgl. hier »).

Stresscoaching: Hintergründe
In einem Stresscoaching verschaffen Sie sich zuerst einmal Orientierung darüber, wo Sie stehen. Eine Landkarte vor sich zu haben ist bereits ein erster Schritt.
Stress und Burnout haben eine äussere und eine innere Seite. Diese gilt es in einem Stresscoaching zu unterscheiden. Die äussere Seite sind die verschiedenen äusseren Faktoren, die Druck produzieren, die sogenannten Stressoren und die innere Seite ist der persönliche Umgang mit dem äusseren Druck, die sogenannten Stressverstärker.
Auf der äusseren Seite können viele Faktoren eine Rolle spielen: Zunehmende Geschwindigkeit der betrieblichen Abläufe und von Veränderungs- und Umstrukturierungsprozessen, eine zu grosse Diskrepanz zwischen Anforderungen und Ressourcen, dauernde Erreichbarkeit und Unterbrechungen, organisatorische Doppelspurigkeiten, unklare Abläufe und Zuständigkeiten, fehlende Anerkennung, Wertschätzung oder Unterstützung sowie Demotivation durch übertriebene Formalisierung und Standardisierung von Abläufen und Inhalten. Dazu kommt die allgemeine Unsicherheit (Finanzkrise, Klima- und Umweltkrise), die unser privates Wertesystem in Frage stellt, die es aber auch für Unternehmen enorm erschwert, vorausschauend zu handeln. Hinter der allgemeinen Unsicherheit steht letztlich auch das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit, des Älterwerden sowie Krankheiten und der Umgang damit. Zu den äusseren Faktoren kann sich auch noch familiärer Druck (Partner/in, Eltern, Verwandte, Kinder, Geld etc.) gesellen.
Diese äusseren Faktoren stossen auf eine innere Seite: Wie gehe ich persönlich mit diesen äusseren Schwierigkeiten, dem Druck und den Anforderungen um? Welches sind meine unbewussten Verhaltensmuster, Antreiber, Glaubenssätze und Ängste? Tiefliegende, meist in der frühen Kindheit erlernte individuelle Muster des Umgangs mit Stress werden dabei aktiviert. Je mehr der äussere Druck zunimmt, desto heftiger wirken diese. Wir funktionieren dann im Überlebensmodus und reagieren immer mehr aus unserem Reptilienhirn und schöpfen nicht unser gesamtes Potential aus.
Druck ist aber nicht gleich Druck: Ein kleines Ausmass an äusserem Druck überfordert den einen, währenddem das gleiche Ausmass für einen anderen stimulierend ist und es ungleich mehr braucht, bis er an seine Grenzen kommt. Entscheidend ist oft, wie stark jemand in der Lage ist, seine Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen, zu äussern und dafür einzustehen. Viele haben Angst, Nein zu sagen und sich abzugrenzen. Wer mit dem inneren Programm lebt, es möglichst allen recht zu machen, übergeht zwangsläufig seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen. Dazu kann noch ein weiterer wichtiger innerer Stressfaktor kommen: Ich sitze vielleicht an einer Position fest, in der es mir eigentlich schon lange nicht mehr behagt. Wegen meiner Angst vor Veränderungen habe ich es aber nie gewagt, mir die Frage zu stellen, ob ich da, wo ich bin, wirklich hingehöre. Zunehmender äusserer Druck, allenfalls noch verbunden mit einer Reorganisation oder ein Chefwechsel können dann Auslöser für eine Krise sein: Die vermeintliche Sicherheit ist dahin. > Die 4 Zimmer der Veränderung Aus diesen äusseren und inneren Faktoren bildet sich ein ganz individueller Mix, der in einem Stresscoaching bearbeitet wird.
Zur Vertiefung: Weitere Informationen zu Stresssignalen und Stressursachen

Wo setzt Stresscoaching an?
Hilfreich ist beim Stresscoaching oft ein Einstieg mit dem Modell der Stressampel. Zuerst konzentriert sich das Stresscoaching in der Regel auf die innere Seite, also die unbewussten Verhaltensmuster, Antreiber, Einstellungen, Programme und Glaubenssätze. Aus der Arbeit mit der inneren Seite folgt im Stresscoaching aber parallel dazu auch ein Handeln gegen aussen: Lernen, sich abzugrenzen, nein zu sagen und sich zu behaupten, Unterstützung zu holen und Aufgaben zu delegieren sind deshalb zentrale Themen in einem Stresscoaching. Das funktioniert meist nicht ohne Auseinandersetzung mit den Ängsten, welche das bisher verhindert haben. Es geht in einem Stresscoaching um die Einsicht, dass „es niemand für uns richten wird“, sondern dass wir selber verantwortlich sind für unser Leben. Das kann auch bedeuten, dass jemand aufgrund eines Stresscoachings den Schritt wagt, eine ihn krankmachende Umgebung zu verlassen und sich eine neue Aufgabe sucht. Meist geht es bei einem Stresscoaching auch darum, das eigene Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu stärken, vgl. Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stärken. Wenn der Prozess von Stress in Richtung Burnout schon fortgeschritten ist, ist es in einem Stresscoaching vordringend, zuerst wieder in Kontakt mit den eigenen Ressourcen zu kommen und sich dadurch zu stabilisieren, bevor eine tiefergehende Arbeit mit den inneren Programmen möglich ist. In dieser Phase geht es in einem Stresscoaching zuerst um Sofortmassnahmen, insbesondere auf der körperlichen Ebene (regelmässige Bewegung sowie Sport, Atmungs- und andere Übungen).

Schritte beim Stresscoaching >>
Wer sitzt Ihnen im Stresscoaching gegenüber?
Vorgehen im Stresscoaching >>
Stimmen zum Stresscoaching >>
Burn-Out-Test >>
10 Tipps für mehr Stress – eine Anleitung >>
Weitere Informationen zu Stressabbau und Stressmanagement >>

 

Copyright Marco Zaugg. Impressum. Kontakt